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Franzözische Ludwig-XIV.-Spiegel



Franzözische Ludwig-XIV.-Spiegel

Ein Spiegel mit vergoldetem Holzrahmen und üppig geschnitztem Tympanon. Der breite Rahmen weist außen einen Perlenrand auf und ist an der Innenseite mit Voluten und Akanthus dekoriert. In allen vier Ecken befindet sich ein Maskaron. In der Mitte der seitlichen Säulen stehen in einer anmutigen Haltung nackte Figuren, die einen Lendenschurz tragen. Den inneren Rand des Rahmens schmücken stilisierte Voluten. In der Mitte des Tympanons steht eine Frauenfigur mit einem Vogel auf der rechten Hand, flankiert von zwei Sphinxen. Beiderseits des Sockels, auf dem die Frauenfigur ruht, sind Phönix-artige Vögel zu sehen. Umgeben und ausgefüllt wird das Ganze von Voluten und Akanthus auf einem gerasterten Hintergrund.
Oberhalb der Frau sind Straußenfedern zu erkennen.

Man findet nur sehr selten einen einzelnen Spiegel aus dem späten 17. Jahrhundert, da Spiegel in dieser Zeit durchweg Bestandteil der Vertäfelung waren. Separate Spiegel wie dieser gehörten manchmal zu einem Ensemble, das eine Konsole, einige Guéridons und einen Spiegel umfasste. Üblicherweise war der Spiegel genauso breit wie das Möbelstück, auf das er gestellt wurde.

Es ist nicht bekannt, wer diesen Spiegel gefertigt hat. Die Rahmen für Gemälde und Spiegel wurden in der Regel von Schreinermeistern hergestellt, die die Entwürfe anderer Künstler umsetzten. Dieser Spiegel wurde in höchster Perfektion im Ludwig-XIV.-Stil ausgeführt und erinnert an Entwürfe wie die von Jules Hardouin Mansard (1646–1708), Robert de Cotte (1656–1735) und Pierre Le Pautre (1648 –1716).

Literatur:
Gillian Wilson, Baroque and Régence, catalogue of the J. Paul Getty Museum Collection, Los Angeles, 2008, p. 268
 
Provenienz:
Privatsammlung, Niederlande

 

Franzözische Ludwig-XIV.-Spiegel
Preis auf Anfrage
Epoche
ca. 1680
Material
geschnitztes und vergoldetes Holz
Abmessungen
138 x 78 cm

Weltweite Lieferung möglich


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