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Französisches Ludwig-XVI.-KaminUuhrwerk mit Spielwerk



Französisches Ludwig-XVI.-KaminUuhrwerk mit Spielwerk

Uhrwerk
Gehangwerk auf Scherengang mit „coup perdu”“. Das Schlagwerk auf Schlossscheibe schlägt zu den vollen Stunden ganz, nach der Melodie des Spielwerks und die zu den halben Stunden mit einemn Schlag.
Das emaillierte, signierte Zifferblatt hat römische Ziffern für die Stunden und arabische Ziffern für jede fünf Minuten. Signiert aAuf der Vorderseite signiert: Ragot à Paris, auf dem Uhrwerk: Ragot au Temple, 1768, auf der Rückseite des Zifferblatts: Barbezat.
 
Spielwerk mit 8 Melodien, vorsehen vonmit einem automatischen Wechsel ausgestattet. Mithilfe von drei Hebeln lässt sichkann man das Spielwerk ein- und ausschalten, die Melodien aktivieren und die Lautstärke des Spielwerks herabsetzen.

Gehäuse
Auf einer ebonisierten Leiste, getragen von vier vergoldeten bronzenen Klauen und verziert mit vergoldeten bronzenen Ornamenten verziert, steht ein imposantes Gehäuse, von zwei Putti flankiert, die den Tag und die Nacht repräsentieren. Der Tag oder auchbzw. das neue Leben, trägt eine brennende Fackel, und die Nacht, – die Ewigkeit –, hält eine Lampe in der Hand. Oben auf dem Gehäuse steht ein Hahn, ein Symbol einerseits fürder meist die Personalisierung von Frankreich, andererseits für und das Symbol der Wachsamkeit darstellt.
An der Untenrseite befindet sichist eine Reihe balusterförmiger Säulen vor einem Hintergrund von roter Seide ausauf der Rückseite  roter Seide versehenzu sehen. Im mMittleren Telteil sind werden die ddurchbrochen gearbeiteten Flächenurchbrochenen Teile, gefüllt/ergänzt mit von einem aAjour-Muster aus diagonal angebrachten stilisierten Blumenmotiven ausgefüllt, dasie auf der Rückseite ebenfalls mit roter Seite versehen sindist. Mithilfe derDie durchbrochen gearbeiteten Teile konnte dienen dazu, dender Klang des Spielwerks zu verstärkent werden.
Das Gehäuse ist mit unterschiedlichen Mäeander-Motiven, stilisierten Blattranken und Blumenmotiven verziert.

Der Hahn wurde in Frankreich als in Folge eines Wordtspiels zum Symbol des Landesfür Frankreich. Der Das lateinische Name Wort Gallus bedeutet sowohl Hahn als auch Gallierälisch. Seit 1830 ist dieses Symbol auch im Gesetz als ein offizielles Symbol für Frankreich verzeichnet verankert und muss, unter anderem, auf den Fahnenstangenlaggenmasten der Nationalgarde abgebildet werden.

Das bronzene Gehäuse zeugt unverkennbar von der Hand Robert Osmonds (1711 - 1789). Der französische Bronzegießer Robert Osmond wurde in Canisy bei Saint-Lô geboren und begann als Geselle in der Gießerei von Louis Regnard, dem „maître fondeur en terre et en sable“. 1746 wurde Robert Osmond als Bronzegießermeister in Paris eingetragen. Den Büchern zu Folge arbeitete er in der Rue des Canettes in der Pfarrgemeinde der Kirche St. Sulpice und ab 1761 in der Rue de Mâcon. Robert Osmond wurde Juré, wodurch er bis zu einem gewissen Grad seine künstlerische Freiheit sichern konnte. Er holte 1753 seinen Neffen aus der Normandie zu sich und zog 1761 mit seiner mittlerweile ziemlich großen Werkstatt in die Rue de Mâcon. Der Neffe, Jean-Baptiste Osmond (geb. 1742, gest. nach 1790), wurde 1764 Meister und arbeitete anschließend eng mit seinem Onkel zusammen. In der Tat war diese Zusammenarbeit so eng, dass man nur schwer einen Unterschied in den Arbeiten der beiden Künstler feststellen kann. Robert Osmond hat sich wahrscheinlich 1775 aus der Werkstatt zurückgezogen. Jean-Baptiste, der anschließend die Werkstatt seines Onkels weiterführte, bekam um 1784 herum Probleme und ging pleite. Robert Osmond starb 1789.

Als begnadete Bronzegießer und Ziseleure arbeiteten die Osmonds mit gleichem Erfolg im Ludwig-XV.-Stil und in den neoklassizistischen Stilen. Ihre Werke waren bei Kennern sehr begehrt und wurden über Uhrmacher und Marchans-Merciers verkauft. Obwohl die Osmonds viele unterschiedliche Objekte für das Interieur fertigten, beispielsweise Kaminbestecke, Appliken und Schreibgarnituren, waren ihre wichtigsten Werke in erster Linie Uhren. Zu ihren bedeutendsten Arbeiten gehören eine Uhr mit der Darstellung der Entführung der Europa im Ludwig-XV.-Stil (Getty Museum, Kalifornien), zwei wichtige Pendulen im neoklassizistischen Stil, von denen mehrere Versionen existieren, und eine Vase mit Löwenköpfen (Musée de Chantilly und Cleveland Museum of Art) sowie eine Cartel-Uhr mit ziselierten Bändern (Beispiele für diese Uhr finden sich im Schwedischen Nationalmuseum in Stockholm und im Museum Nissim de Camondo in Paris). Eine außergewöhnliche Kaminuhr, ornamentiert mit einem Globus, Putti und einer Sèvres-Porzellan-Plakette, kann ebenfalls zu ihren wichtigsten Werken gezählt werden (Louvre, Paris).
Obwohl die Osmonds anfänglich vor allem im Rocaille-Stil arbeiteten, fingen sie in den 60er Jahren des 18. Jahrhunderts an sich auch Arbeiten im neoklassizistischen Stil zu widmen und wurden in diesem Bereich sehr erfolgreich und bedeutend. Sie lieferten hauptsächlich Uhrengehäuse an die bedeutendsten Uhrmacher dieser Zeit, beispielsweise an Montjoye, für den sie Gehäuse für Pendules de Cartonnier und Säulen-Kaminuhren herstellten. Diese Säulen-Kaminuhren zählten zu den beliebtesten Objekten aus der Werkstatt der Osmonds.

 

Provenance:
La Pendulerie, Paris
Privatsammlung, Amsterdam

Französisches Ludwig-XVI.-KaminUuhrwerk mit Spielwerk
Preis auf Anfrage
Epoche
ca. 1775
Material
Feuervergoldete Bronze, Geschwärztes Holz, emailliertes zifferblatt
Signatur
Ragot à Paris
Abmessungen
69 x 47.5 x 22.5 cm

Weltweite Lieferung möglich


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