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Holländischer Louis-XV Kommode



Holländischer Louis-XV Kommode

Eine Kommode mit zwei Schubladen, bombierter Vorderseite und bombierten Seiten. Dieses Kommodenmodell nennt man auch „Commode sans traverse“, weil die Verbindungstraverse hinter der Vorderseite der Schubladen wegfällt. Die geschwungenen vorderen Ecksäulen sind jeweils mit einem vergoldeten bronzenen Eckbeschlag dekoriert und mit Sabots in Form von Akanthusvoluten mit Blumen- und Blattmotiven versehen. Die Beschläge auf der Fußleiste, den Schlüsselblättern und den Schubladengriffen zeigen asymmetrische Blumen- und Blattornamente sowie Rocailles.


Sowohl die Front als auch die Seiten sind mit Marketerie in Form von einem geometrischen Flechtmuster aus sich kreuzenden Bändern in einer herzförmigen Cartouche. Die Felder wurden mit einem Amaranthband umrahmt. Sowohl die Front als auch die Seiten sind mit Marketerie in Form von geometrischen Flechtmustern belegt, die aus sich kreuzenden Bändern mit kleinen Rosetten bestehen und innerhalb der größeren Flächen Blumenmotive aufweisen. Die Felder sind mit einem Band aus Amaranth abgesetzt. Ab etwa 1760 wurden in den Niederlanden viele furnierte und mit Marketerie versehene Möbel „naar de Fransche wyze“ (nach französischer Art) gefertigt, die aus Frankreich importierte Möbel nachahmten. Diese Möbel waren manchmal mit Blumenmarketerie verziert, häufiger aber bestand das Dekor aus Feldern mit schmetterlings- oder rautenförmigem Furnier, die normalerweise, um eine besonders starke Wirkung zu erzielen, Umrandungen aus besonderen, exotischen Holzarten aufwiesen.


Dieses Möbelstück könnte aus der Werkstatt von Matthijs Horrix stammen. Mit Sicherheit lässt sich das allerdings nicht sagen, denn Horrix hat seine Möbel weder signiert noch gestempelt. Man kann jedoch aufgrund der großen Übereinstimmungen eine enge Verwandtschaft mit Möbeln feststellen, die laut den Bestandslisten der Sammlung des niederländischen Königshauses und des Hauses Ten Donck mit Sicherheit von Horrix geliefert wurden.
 

Literatur:
R.J. Baarsen, “ ‘In de commode van Parijs tot Den Haag’, Matthijs Horrix (1735-1809), een meubelmaker in Den Haag in de tweede helft van de achttiende eeuw”, in Oud Holland 107, nr. 1, 1993.

Provenienz:
Jacob Stodel Antiquités 1952
Weber und Bläuer, Lugano, Schweiz, 1960
Sammlung van Merksteijn, Schweiz

Ausstellung:
Oude Kunst- en Antiekbeurs Delft, Museum "Het Prinsenhof", with Jacob Stodel, 1954

Holländischer Louis-XV Kommode
Preis auf Anfrage
Epoche
ca. 1765
Material
Eichen Korpus furniert mit Nussholz, Palm, Veilchenholz, Satinholz, Rosenholz, Amartanth und Sycamore; Rouge Royal Marmorplatte.
Abmessungen
87 x 139 x 66 cm

Weltweite Lieferung möglich


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