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Französische Ludwig XIV Pendule Religieuse



Französische Ludwig XIV Pendule Religieuse

Uhrwerk
Eine Religieuse mit Messing-Platinenuhrwerk (auf horizontalem Foliot), Pendel und zykloiden Bögen mit einer Gangdauer von 2 Tagen. Das Uhrwerk ist mit einem Schlagwerk auf  Schloss-Scheibe ausgestattet, das die vollen Stunden in vollem Umfang und die halben Stunden einmal auf der Glocke schlägt. Das Schlagwerk und das Gangwerk werden von einer Feder in einem Federhaus angetrieben. Auf der Rückplatine ist die Signatur eingraviert: Jacques Hory AParis.
Die eiserne vordere Platte dieser Religieuse ist mit rotem Samt ausgekleidet. Darauf ist der feuervergoldete Zifferring angebracht. Der Zifferring hat gravierte und schwarz lackierte Ziffern. Die Stunden werden mit römischen Ziffern – zwischen denen sich Verzierungen für die Anzeige der halben Stunden befinden – angezeigt, die Minuten mithilfe arabischer Ziffern. Die à jour gesägten und gravierten Stunden- und Minutenzeiger sind aus feuervergoldetem Messing. Unter dem Zifferring ist ein feuervergoldetes gegossenes Schildchen mit der eingravierten Signatur „Jacques Hory AParis“ angebracht.

Das Gehäuse
Das Gehäuse dieser Religieuse ist aus Nussholz und mit Ebenholz und Schildpatt furniert, es hat sowohl an der Vorder- als auch an der Rückseite eine Tür. Die Tür an der Vorderseite wird von einer vergoldeten bronzenen Ranke eingefasst. Die beiden Seiten haben je ein Fenster mit Messingrahmen.
Jacques Hory (1634-?)
Jacques Hory war von 1658 bis 1690 als Taschenuhren- und Uhrmacher in der Faubourg St-Jacques in Paris tätig. Er wurde 1658 Uhrmachermeister, 1674 wurde er als Mitglied der Jurande vereidigt.

Die Geschichte der ersten französischen von einem Federhaus angetriebenen Uhren, auch als „Pendule Religieuse“ bekannt, begann 1658, also in dem Jahr, in dem zum ersten Mal die Uhren von Salomon Coster aus Den Haag in Paris präsentiert wurden. Dabei handelte es sich um Uhren, die sowohl in Bezug auf das Uhrwerk als auch ihrem Äußeren nach eng mit den holländischen Uhrentypen verwandt waren. Die frühen Exemplare verfügten über ein Gang- und Schlagwerk, das von nur einem einzigen Federhaus angetrieben wurde. Die Gehäuse waren einfach und hatten kaum Verzierungen, man verwendete allerdings häufig Schildpatt, was den Uhren eine luxuriöse Ausstrahlung verlieh. Die niederländischen Uhren waren im Allgemeinen schlicht und bescheiden, sie hatten häufig mit Ebenholz furnierte Gehäuse mit oder auch ohne Schildpatt.
Der Stil der französischen Uhrentypen wurde üppiger, man nutzte dann auch vergoldete Bronze-Monturen und Einlegearbeiten in der sogenannten Boulle-Technik.

Literatur:
Tardy, Dictionnaire des Horlogers Français, blz. 299.
Reinier Plomp, Early French Pendulum Clocks, 1658-1700, known as Pendules Religieuses, Schiedam 2009

 
Französische Ludwig XIV Pendule Religieuse
Preis auf Anfrage
Epoche
ca. 1660
Material
Nussholzgehäuse, mit Ebenholz und Schildpatt furniert; feuervergoldete Bronze; feuervergoldetes Messing, feuervergoldete Bronze, fire-gilt brass
Abmessungen
26 x 23 x 11 cm

Weltweite Lieferung möglich


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