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Paar deutsche vergoldete Louis XV Wandkonsolen



Paar deutsche vergoldete Louis XV Wandkonsolen

Die Konsolentische ruhen auf zwei aus C- und S-förmigen Voluten aufgebauten Beinen und einer ebenfalls aus Voluten bestehenden Traverse. Die Traverse ist in der Mitte mit einer massiven Palmette verziert.
Der Fries besteht aus großen Rocailles oberhalb der Beine, einer Muschelform in der Mitte und halben Palmetten an den Seiten. Diese Formen werden durch volutenförmiges Blatt- und Bänderwerk miteinander verbunden.
Sowohl die Beine als auch der Fries sind üppig und schön geschnitzt. Die Beine zeigen sich ringelndes Akanthusblatt, Blattranken, herabhängende Blumenknospen, Kreise, Riffeln, Perlenränder und Lambrequins.
Die Flächen innerhalb der Bandarbeit auf dem Fries sind mit Rautenformen ausgefüllt und erinnern noch an die Motive der französischen Entwerfer wie Berain und Marot aus der Zeit um 1700. Die Rocailles oberhalb der Beine hingegen verweisen mit ihren fließenden Linien auf den moderneren Geist des Rokoko. Gerade diese Mischung verschiedener Stilelementen macht diese Konsolentische zu etwas Besonderem und siedelt sie in der Mitte der Régence-Periode an.
Die Tatsache, dass die Möbel aus Eichenholz gefertigt sind, deutet auf ein Entstehen in Südwestdeutschland hin.


Vor kurzem kam ein Paar Konsolentische aus dem 19. Jahrhundert aus dem Besitz der Familie Romanow-Württemberg auf den Markt. Was die Konstruktion und die Technik der Schnitzarbeit angeht, weist dieses Paar aus dem 19. Jahrhundert große Gemeinsamkeiten mit dem hier gezeigten Paar aus dem 18. Jahrhundert auf.
Die Romanow-Württemberg-Konsolen – die ein mit einer Krone versehenes „W“ tragen, das möglicherweise auf das im Jahr 1805 zu einem „königlichen“ Haus erhobene Haus Württemberg zurückzuführen ist – können als freie Kopien dieser Konsolen aus dem 18. Jahrhundert angesehen werden. Denkbar ist auch, dass die Möbelstücke aus dem 19. Jahrhundert für Sophie Dorothee von Württemberg (1759-1828) gefertigt wurden, die Zar Paul I von Russland (1754-1801) heiratete (als Zarin hieß sie Maria Fjodorowna). Es kann auch sein, dass sie für ihre Tochter Katharina Pawlowna Romanowa (1788-1819) hergestellt wurden, die in zweiter Ehe mit ihrem Neffen König Wilhelm von Württemberg (1781-1864) verheiratet war. Das könnte bedeuten, dass diese Konsolentische/Konsolen aus dem 18. Jahrhundert, die als Vorbild dienten, aus einem der vielen Häuser der Familie Württemberg stammen.
 

Paar deutsche vergoldete Louis XV Wandkonsolen
Preis auf Anfrage
Epoche
ca. 1735
Material
Eichenholz, geschnitzt und vergoldet; Marmorplatte
Abmessungen
82 x 58 x 126 cm

Weltweite Lieferung möglich


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