Ein viertüriger Säulenschrank aus Eiche mit zwei kleinen Türen am Oberschrank und zwei größeren Türen mit doppelten, mittig angeordneten Paneelen am Unterschrank. Der Schrank besteht aus drei Segmenten: dem Unterschrank mit Schublade und zwei Türen, dem Oberschrank mit zwei kleineren Türen und dem separaten Gesims. Das Gesims hat einen weit ausladende, profilierte Umrandung. Darunter befindet sich ein hoher Fries, der mit drei weiblichen Porträts sowie mit einem geschnitzten Dekor aus geschwungenen Akanthusblättern, Vögeln und einem mittig angeordneten Blumenkorb geschmückt ist.
Die Gestaltung des Schrankes scheint von der klassischen Architektur inspiriert zu sein. Vorne befinden sich sechs kannelierte flache Pilaster mit dorischen Kapitellen und Postamenten mit aufwändiger Schnitzerei, zwischen denen sich die getäfelten Türen befinden.
Hinter den Türen im Unterschrank befindet sich mittig angeordnet ein Einlegeboden, bzw. die Bank. Zwischen den Paneelen befindet sich in beiden Türen eine aufwändig verzierte Traverse. Die unteren drei Pilaster ruhen auf einer profilierten herausragenden Traverse, die von löwenkopfförmigen Konsolen getragen wird. Zwischen den Konsolen befinden sich die beiden Schubladen. Der Schrank wird von kugelförmigen Füßen getragen.
Literatur:
Loek van Aals & Annigje Hofstede, Noord-Nederlandse meubelen van renaissance tot vroege barok 1550-1670, Houten, 2011, p. 94-107
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