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Cornelis Springer (1817-1891)



Cornelis Springer (1817-1891)

Blick auf die Westerkerk in Enkhuizen

Cornelius Springer wuchs in einer Familie von Architekten und Bauunternehmern in Amsterdam auf. Anfangs malte er, wie viele andere Künstler auch, idealisierte Stadtansichten. Ab den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts verlegte er sich auf die genaue Wiedergabe der Wirklichkeit und verzichtete auf Phantasieelemente. Damit folgte Springer dem Trend, topographisch korrekt zu malen.

Stark inspiriert wurde Cornelius Springer von der Hafenstadt Enkhuizen, nach Amsterdam – seinem Wohnort – die am häufigsten dargestellte Stadt. Enkhuizen war zur Zeit Springers ein ruhiges, verschlafenes Städtchen an der Zuidersee, dem jetzigen Ijsselmeer. Der Ort war sehr pittoresk, vieles aus der Blütezeit des 17. Jahrhunderts war erhalten geblieben.
Springer kam häufig nach Enkhuizen und in die Nachbarstadt Hoorn, bereits 1860 fertigte er die ersten Zeichnungen, nach denen seine Gemälde entstanden.  Ein Besuch Springers in Enkhuizen im Jahre 1872 erwies sich im Nachhinein als sehr erfolgreich, denn er erstellte in jenem und dem darauffolgenden Jahr mehrere Gemälde der Stadt nach Zeichnungen aus dem September 1872.

Die Studie für das Südportal der Westerkerk datiert vom 2. September 1872 und wird im Westfriesischen Archiv in Hoorn aufbewahrt.
Die Komposition des hier vorliegenden Bildes wird vom Doppel-Giebel des Südflügels der Westerkerk dominiert, die im Sonnenlicht aufleuchtet. Die Westerkerk, zunächst Gummaruskirche genannt, wurde ab Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut. Sie ist ein wunderschönes Beispiel holländischer Gotik. Durch die vielen Menschen auf der Straße strahlt dieses Bild, das von hellem Sonnenlicht erfüllt ist, eine warme Behaglichkeit aus.
Das Bild weist alle Eigenschaften auf, die Springer berühmt machten: die meisterliche Manier, in der er abwechselnd starkes Licht und Schatten einsetzt, die detaillierte Darstellung der historischen Giebel, die korrekte Wiedergabe der Wirklichkeit und die Art und Weise, wie er das Auge durch das gewundene Sträßchen zu einem Lichtpunkt in der Ferne führt. Der Blick auf die Westerkerk in Enkhuizen ist ein außergewöhnlich schönes Beispiel für das Werk von Cornelius Springer.

Literatur:
A.F. Kamp, ‘Springer in Enkhuizen’ in: Uit het peperhuis; Vereniging vrienden van het Zuiderzeemuseum, no.3, juni 1966, p.111, als Westerkerk en Westfriese munt.
W. Laanstra, H.C. de Bruyn en J.H.A. Ringeling, Cornelis Springer 1817-1891, Utrecht, 1984, cat.no. 73-11, p.182, als Westerkerk te Enkhuizen bij zomer.
A. Ligthart, Door het oog van Cornelis Springer 1817-1893 een ontdekkingstocht langs de steden rondom de Zuiderzee, tent.cat. Zuiderzeemuseum Enkhuizen, Schiedam 2015, p. 86, afb. 100 als Het Zuidportaal van de Westerkerk in de Westerstraat te Enkhuizen.

Ausstellung:
Door het oog van Springer, Zuiderzeemuseum Enkhuizen 2015-2016, p. 86, abb. 100

Provenienz:
Kunsthandel Goupil und Cie, Paris, gekauft am 24. November 1873 direkt vom Künstler für 750 Gulden
Anonyme Versteigerung in Antwerpen, Salle Wijnen, 7. März 1927, Lot 74: L’eglise occidentale a Enkhuyzen
Kunsthandel M. Wolff, Amsterdam, Inventarnummer 1406
Frau H. Blijdestein-Morsman, Versteigerung Paul Brandt, Enschede, 29. September 1965, Lot 370: Westerkerk en Westfriese munt
Kunsthandel A. H. Bies, Eindhoven, 2002
Versteigerung Christie’s Amsterdam, 15. April 2008, Lot 229, Verkaufspreis:
 € 300.000 exkl. Provision
Privatsammlung, Niederlande
 

Cornelis Springer (1817-1891)
Preis auf Anfrage
Epoche
1873
Material
Ölfarbe auf Paneel
Signatur
C. Springer 73 [unten rechts]
Abmessungen
45 x 57 cm

Weltweite Lieferung möglich


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