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Deutsches Skulptur eines Fabeltieres mit Kudu-Hörnern



Deutsches Skulptur eines Fabeltieres mit Kudu-Hörnern

Diese Skulptur eines liegenden Tieres wurde um 1700 in Süddeutschland gefertigt.

Das Tier scheint seinem Äußeren, seinem Körperbau und seinem Fell nach ein Steinbock zu sein. Ungewöhnlich sind allerdings die prächtigen, gedrehten Hörner. Ein Steinbock hat ein kurzes, nach hinten gebogenes Gehörn. Wie sich herausstellt, handelt es sich hier um die Hörner eines Kudus, eines antilopenähnlichen Tieres, das in Zentral- und Südafrika vorkommt.
Der Kudu ist ein Rind mit Schraubengehörn. Die gedrehten Hörner können bis zu 1,5 m lang werden können und werden nur von den Männchen getragen.
Die Tiere nutzen ihre Hörner, um untereinander Kräfte zu messen, aber auch, um Äste hochzuwerfen.
Der Kudu ist ein Pflanzenfresser, sein Fell ist gestreift, sodass er ausgezeichnet getarnt ist. Auf der Flucht kann ein Kudu bis zu 3 m hoch springen, daher ist es sich schwer zu fangen.
Das Gehörn der Tiere ist eine beliebte Jagdtrophäe, aus ihm werden Musikinstrumente hergestellt. So wird das in jüdischen Zeremonien verwendete  Schofar manchmal aus Kuduhorn gefertigt. Die Pfadfinder sehen in dem Horn, da ihr Gründer Lord Baden-Powell es benutzte, einen wichtigen Bestandteil ihrer Geschichte.
In manchen Kulturen werden dem Horn des Kudus spirituelle Kräfte zugesprochen. Für andere ist es ein Symbol für Potenz. Die Verwendung dieser Hörner in einer Skulptur um 1700 herum ist wirklich einzigartig zu nennen. Es sind keine anderen antiken Statuen bekannt, in denen Kudu-Gehörn verarbeitet wurde. Die Statue passt zu der alten Tradition des Sammelns  von Fabeltieren, der zufolge man z. B. Narwal-Zähne für das heilkräftige Horn eines Einhorns hielt.


Der Bildhauer konnte sich um 1700 herum kein rechtes Bild von einem Kudu machen. So hat er das Gehörn einem Tier aufgesetzt, das er kannte. Dadurch entstand diese Skulptur eines Fabeltieres, das wie ein Steinbock mit dem Gehörn eines Kudus aussieht.
Die Skulptur diente vermutlich als Tischschmuck, eine religiöse Funktion ist unwahrscheinlich. Die äußerst dekorative Abbildung muss als ein „Conversation Piece“ interpretiert werden. Die enorme Skulptur wurde vielleicht nach dem Abendessen im Anschluss an eine Jagd als „Center Piece“ mitten auf den Tisch gestellt.
Die verwunderten Jäger fragten sich dann bestimmt, um was für ein Tier es sich handelt. Sie erkannten den Rumpf und den Kopf, konnten aber wegen des seltsamen Gehörns zu keiner eindeutigen Zuordnung kommen. Die Diskussionen und die Verwunderung darüber wird einen hohen Unterhaltungswert bei Tisch gehabt haben.

Deutsches Skulptur eines Fabeltieres mit Kudu-Hörnern
Preis auf Anfrage
Epoche
ca. 1700
Material
Lindenholz, Horn
Abmessungen
145 x 112 cm

Weltweite Lieferung möglich


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