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Französischer Guéridon im Stil von Adam Weisweiler



Französischer Guéridon im Stil von Adam Weisweiler

Ein vergoldeter Bronze-Guéridon mit weißer Marmorplatte, auf drei Beinen stehend. Die Beine bestehen aus je drei Faux-Säulen aus Bambus, die in einen tordierten Fuß zulaufen. Jeder Fuß ist durch eine Traverse mit einem zentralen schwebenden Ständer verbunden. Die weiße Marmorplatte umgibt ein Galerierand mit einem Motiv aus Muscheln und Bögen. Unterhalb dieses Galerierands sieht man ein eisernes Band, das mit vergoldeten Kreuzmotiven und Rosetten dekoriert ist. Am oberen Ende jedes der drei Beine befindet sich in einem rechteckigen Rahmen eine Rosette. 
 
Dieser Guéridon weist alle Stilmerkmale eines Möbelstücks von Adam Weisweiler (1744 - 1820) auf, wurde aber um 1900 herum erstellt. Solche qualitativ hochwertigen Möbelstücke fertigte gegen Ende des 19. Jahrhunderts unter anderem Maison Jansen. Dieser ursprünglich Amsterdamer Familienbetrieb war spezialisiert auf dekorative Innenraumobjekte, inspiriert von oder direkt gestaltet nach antiken französischen Vorbildern. 
 
Möbel von Maison Jansen zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche Qualität aus und fanden ihren Weg u. a. in königliche Paläste und in der Zeit von John F. Kennedy ins Weiße Haus. Immer wieder auftretende Merkmale des Stils von Maison Jansen sind naturalistische Elemente, z. B. Blatt- und Bambusmotive. Die Möbel sind außerdem oft von schlanker und leichter Bauweise, obwohl häufig schwere Materialien, beispielsweise vergoldete Bronze, Messing, polierter Stahl und Marmor, verwendet wurden. 
 
Adam Weisweiler (1744 - 1820) wurde in Deutschland geboren, wo er angeblich bei David Roentgen (1743 - 1807) in die Lehre ging. In den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts zog er dann nach Paris und wurde dort 1778 Ebenistenmeister. Weisweiler arbeitete vor allem mit den Marchands-Merciers zusammen, weil sie ihm orientalische und andere luxuriöse Elemente, beispielsweise japanische Lackwerkpaneele, liefern konnten. Er konnte seine Arbeiten anschließend über die Marchands-Merciers an den französischen und den englischen Hof verkaufen. So besaß Königin Marie-Antoinette im Château de Saint Cloud ein von ihm
gefertigtes Schreibpult und Prinz George von Wales bestellte im Jahr 1780 bei ihm mehrere Möbelstücke für das Carlton House. 
 
Das Werk von Weisweiler ist gekennzeichnet durch die Kombination vielfältiger Luxusmaterialien, darunter vergoldete Bronze, polierter Stahl, japanische Lackarbeit, Plaketten aus Sèvres-Porzellan und Marmor. Zudem ist ein hohes Maß an Detaillierung in allen Elementen der Möbelstücke typisch für seine Arbeiten. Weisweiler war in einer Zeit tätig, in der in Europa der Exotismus blühte, was sich in seinen Arbeiten widerspiegelt. Deutlich zu erkennen ist das an den Lackwerkpaneelen, die sowohl orientalischen als auch europäischen Ursprungs sein können, und am Bambusmotiv, das man häufig an Weisweilers Möbeln antrifft.
Französischer Guéridon im Stil von Adam Weisweiler
Preis auf Anfrage
Epoche
ca. 1900
Material
feuervergoldete Bronze, weisser Marmor, geschmiedetes Eisen
Abmessungen
74 cm
Diameter
69.00 cm

Weltweite Lieferung möglich


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