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Amerikanischer Louis XV Guéridon



Amerikanischer Louis XV Guéridon

Ein hoher Guéridon auf einem Dreifuß, der in Klauen auf ovalen Bällen endet. Jeder der Füße ist am Knie mit einem Akanthusblatt verziert.
Die Mittelsäule oberhalb des Dreifußes weist einen gedrechselten Noeud. Die Platte ist mit einer Bogenkante versehen und wird in Amerika als „Pie-crust table top“ bezeichnet.


Wahrscheinlich wurde dieser Guéridon in der Umgebung von Newport (Rhode
Island) oder etwas südlich davon in Massachusetts gefertigt.
Gerade im amerikanischen Chippendale-Stil (ca. 1755-1780) sind regionale Merkmale bei Möbeln sehr ausgeprägt.
In Newport verwendete man für die Fertigung von Möbeln hauptsächlich Kuba-Mahagoni, das sehr fein reliefartig geschnitzt und/oder tordiert wurde. Im Allgemeinen sind die Knie von Tischfüßen mit Akanthusblättern oder Palmetten verziert. Das charakteristischste Merkmal von Möbeln aus der Gegend um Newport ist allerdings, dass die Klauen-und-Ballfüße immer oval sind statt rund oder eher abgeflacht.
Der Schaft dieses Guéridons hat hingegen eine Form, die bei Möbeln aus Massachusetts häufig ist, vor allem der tordierte Noeud kommt in der Umgebung von Newport seltener vor.


Guéridons waren seit dem 17. Jahrhundert in Gebrauch und ursprünglich dazu gedacht, einen Kandelaber zu tragen. Ihre Grundform hatte sich also seit Langem herauskristallisiert und bestand aus einer architektonischen Mittelsäule zwischen einem Dreifuß am unteren Ende und einer Platte am oberen Ende. Gerade wegen dieser relativ einfachen Form waren die regionalen Variationen in Form und Verzierung sehr beliebt, jedenfalls in Amerika.
 

Amerikanischer Louis XV Guéridon
Preis auf Anfrage
Epoche
ca. 1770
Material
Mahagoni, massiv
Abmessungen
85 cm
Diameter
24.00 cm

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